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Bildungspartner NRW - Gedenkstätte und Schule

Foto zeigt junge und alte Hand, die auf auf ein historisches Foto zeigen

Foto: Medienberatung NRW

Gedenkstätten und andere Erinnerungsorte ermöglichen Kindern und Jugendlichen die aktive Teilhabe an der öffentlichen Geschichts- und Erinnerungskultur. In Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der eigenen Stadt oder Region lernen Schülerinnen und Schüler, eigene Standpunkte zu aktuellen Fragestellungen zu entwickeln und zu vertreten.


Kooperationsformen

Eine Bildungspartnerschaft kann zwischen einer oder mehreren Schulen und einer Gedenkstätte aus dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW oder zwischen einer oder mehreren Schulen, einem Verband/einem Verein/einer Stiftung und einer kommunalen Einrichtung (z.B. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Bildungsbüro, Museum, Archiv, VHS...) geschlossen werden.

Die nachfolgende Auflistung ist als unabgeschlossener, erweiterbarer Baukasten für die praktische Zusammenarbeit zu verstehen. Selbstverständlich sind auch Variationen oder Kombinationen denkbar.

Archivrecherche

Viele Gedenkstätten und andere Erinnerungsorte verfügen über ein eigenes Archiv, in dem Schülerinnen und Schüler methodische Fähigkeiten erwerben können.

Beratung bei Facharbeiten und Projektkursen

Gedenkstätten und andere Erinnerungsorte bieten Schülerinnen und Schülern Hilfestellung bei Themenfindung, Recherche und Auswahl geeigneter Materialien.

Diskussionsveranstaltungen

Schülerinnen und Schüler werden darin gefördert, ihre Meinung frei zu äußern, Fragen zu stellen und das Gelernte mit der eigenen lebensgeschichtlichen Erfahrung zu verknüpfen.

Führungen, dialogische Führungen

In der direkten Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern kann auf deren Fragen und Interessen unmittelbar eingegangen und adäquat reagiert werden. Im Idealfall hat die Führung die Funktion eines Einstieges in die schüleraktivierenden Lernangebote.

Gedenktage

Die Gestaltung eines Gedenktages eröffnet Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten der Teilhabe an der öffentlichen Erinnerungskultur.

Geschichtswettbewerbe

Die Fachkräfte der Gedenkstätten und anderer Erinnerungsorte unterstützen Schülerinnen und Schüler bei der Teilnahme an Geschichtswettbewerben, z.B. dem Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.

Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

Zeitzeugenbasierte Lernangebote machen die Geschichte als erzählerisches Konstrukt durchschaubar und eignen sich daher für ein dekonstruierendes Lernen, bei dem es z. B. auf das Erkennen von Erzählmustern oder Erzählabsichten ankommt.

Historische Stadtrundgänge

Schülergruppen lernen die Geschichte von Plätzen, Gebäuden und Stadtteilen kennen und setzen historische Ereignisse und Personen in Bezug zu Orten ihres eigenen Umfelds. Eine digitale Variante ist das Geocashing.

Klassen- und Kursfahrten zu Gedenkstätten und anderen Erinnerungsorten

Der Besuch von Jugendbegegnungsstätten und Bildungswerken kann eine Gedenkstättenfahrt zu einer interaktiven und interkulturell nachhaltigen Erfahrung machen.

Lehrerfortbildungen

Fachkräfte der Gedenkstätten und anderer Erinnernungsorte bieten Fortbildungen zu historischen und kulturwissenschaftlichen Themen an.

Schülerpraktika

Gedenkstätten oder die Träger der außerschulischen politischen Jugend- und Erwachsenenbildung können Praktikumsplätze anbieten.

Workshopangebote, z. B. für Projekttage

Von Fachkräften moderiert, bieten Workshops Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zur intensiven Erarbeitung eines historisch-politischen Themas am authentischen Lernort, ausgerichtet an gegenwärtigen Fragen wie Fremdenfeindlichkeit oder Kindersoldaten.

Finanzierung

Meistens fallen bei einem Gedenkstättenbesuch Kosten an, beispielsweise der Eintritt oder die Fahrtkosten. Gerade wenn langfristige Kooperationen geplant sind, lohnt es sich, gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, die Kosten für die Schülerinnen und Schüler gering zu halten. Anregungen dazu gibt der folgende Überblick:

Wettbewerbe
Gewonnene Preisgelder können in die weitere Zusammenarbeit investiert werden.
Wettbewerb der Bildungspartner NRW "Kooperation.Konkret."
Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung
Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Fördermittel für Geschichtsprojekte
Weitere konkrete Fördermöglichkeiten können über die Fördermittel-Datenbank des Vereins „Lernen aus der Geschichte e.V.“ oder die Stiftungsdatenbank des Bundesverbands Deutscher Stiftungen recherchiert werden.
Fördermitteldatenbank; Stiftungsdatenbank

Unterstützung durch Kommunen

Im Rahmen einer Bildungspartnerschaft können Kommunen vor Ort unterstützend wirken. Beispielsweise können sie mit lokalen Verkehrsverbünden einen verbilligten oder kostenfreien Transfer für die Schülerinnen und Schüler der entsprechenden Kommune vereinbaren.

Allgemeine Finanzierungsmöglichkeiten:
• Förderverein der Schule
• Sponsoren und öffentliche Gelder
• Ehrenamtliche Mitarbeit

Weitere Information zur Finanzierung finden Sie auch in der Publikation "Gedenkstättenfahrten. Handreichung für Schule, Jugend- und Erwachsenenbildung in Nordrhein-Westfalen" von Klaus Ahlheim.

Bei weiteren Frage schreiben Sie uns gerne eine Mail.

Ihr Ansprechpartner:


Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 13.Mai 2016

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